Unübersichtlicher Markt für Cloud-Services E-Mail
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Donnerstag, 25. Februar 2010 um 10:00 Uhr
Cloud

Foto: Pixelio

Microsoft Azure, Google AppEngine, Amazon AWS - welches ist die richtige Cloud-Plattform für meinen Kunden beziehungsweise mein Unternehmen? Diese Frage stellen sich viele Systemhäuser, IT-Entscheider und Anwendungsentwickler. Aufgrund der derzeitigen Marktdynamik und einer Vielzahl von Produktankündigungen fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Mit der vergleichenden Studie »Cloud Vendor Benchmark 2010« will die Experton Group Licht in die Angebotsvielfalt bringen.

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Steve Janata, Experton Group

Das Problem: Es kursieren unzählige Definitionen zu diesem Thema im Markt, was zu einer Unschärfe in der Abgrenzung der Angebote führt. Es gilt demnach für die Fachhändler und Kunden genau zu unterscheiden, bei welchen Offerings es sich tatsächlich um »echte« Cloud-Angebote handelt. »Vieles, was derzeit im Markt unter dem Label Cloud gehandelt wird, darf man getrost als Mogelpackung bezeichnen«, so Steve Janata, Senior Advisor bei der Experton Group. Nichtsdestotrotz gibt es heute  schon genügend Angebote auf dem Markt. So teilt sich der Markt nicht nur in die Bereiche Infrastructure-as-a-Service, Software-as-a-Service und Plattform-as-a-Service. Zudem konkurrieren Hardware-Hersteller, Software-Firmen sowie Internet- und Telekommunikationsunternehmen um die Vorherrschaft in der Cloud.

»Hieraus das richtige Angebot und den richtigen Anbieter zu wählen ist nicht leicht, allerdings die Voraussetzung um wirkliche Benefits aus dem Modell zu ziehen«, attestiert Dr. Carlo Velten, Senior Advisor der Experton Group.

Das aktuelle Angebot

Derzeit bietet Microsoft mit seiner Azure-Plattform laut Experton Group das wohl breiteste Angebot. Demgegenüber bietet T-Systems seinen Kunden ein ländermarktspezifisches Angebot mit Support und Datenspeicherung am Standort Deutschland. Das Angebot an Services ist bei T-Systems aber nicht so umfangreich wie bei Microsoft. Die Auswahl des Rechenzentrumsstandortes ist auch bei Amazon mittlerweile möglich, auch wenn der Pionier im Bereich Infrastructure-as-a-Service sich mit seinem rein englischsprachigen Angebot noch primär an Kunden auf dem US-Markt richtet.

Cloud-Computing-Experton

Graphik: Experton Group

IBM geht im Bereich Infrastructure-as-a-Service einen Sonderweg, denn durch eine Partnerschaft mit Amazon werden Services unter dem Namen »AMI – Amazon Machine Images« indirekt am Markt angeboten.

Fazit: Wer als Anbieter im zukunftsträchtigen Markt für Cloud Computing erfolgreich sein will, sollte seine Fachhandelspartner umfassend informieren und gut schulen, um die Unsicherheit der Kunden zu reduzieren.