| Countdown für analogen SAT-Empfang |
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| Freitag, 03. Juni 2011 um 06:40 Uhr |
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Die Gründe für die Analogabschaltung sind verständlich: Digitale Signale ermöglichen eine bessere Bild- und Tonqualität, sie benötigen weniger Übertragungskapazität als analoge und durch die Abschaltung werden Frequenzen frei, die für zusätzliche Programme und hochauflösendes Fernsehen (HDTV) genutzt werden können. Für den Empfang der TV-Bilder per Satellit wird künftig ein digitaler Receiver benötigt, der in älteren Flachbildgeräten und in Röhrengeräten nur selten integriert ist. Neue Flachbildschirmgeräte hingegen gibt es bereits mit eingebauten digitalen Satellitenempfangsteilen.
Die aktuelle Situation
Seit fast zwei Jahren bemühen sich einerseits Fernsehanbieter, Satellitenbetreiber und Receiver-Hersteller darum, die Öffentlichkeit auf diese einschneidende Veränderung vorzubereiten und aufzuklären. Andererseits sind sich viele Kunden noch gar nicht der Brisanz bewusst. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag vom Bitkom wissen 40 Prozent der betroffenen Haushalte nicht über die baldige Abschaltung Bescheid, bei den Senioren sind es sogar über 50 Prozent. Bislang hat sich nur jeder fünfte Betroffene mit der Thematik näher beschäftigt. Die Bitkom-Umfrage ergab zudem: Jeder achte Befragte weiß überhaupt nicht, wie sein Haushalt TV-Signale empfängt. Bei Senioren ist es sogar fast jeder dritte.
Die Herausforderung für den HandelSelbst wenn die Hälfte der »analogen« Haushalte in der verbleibenden Zeit ihren alten Röhrenfernseher gegen ein neues TV-Gerät mit einem integrierten digitalen Sat-Receiver austauscht, bleiben 1,5 bis 3 Millionen Fernseher, die mit einem externen Sat-Receiver ausgestattet werden müssen. Das bedeutet: Pro verbliebenen Monat bis zur Umschaltung müssten mindestens 150.000 Receiver im Handel vorrätig sein und bei Bedarf beim Kunden installiert werden. Die Industrie fühlt sich dieser Herausforderung mit der üblichen Stückzahlenplanung gewachsen. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland bereits 2,8 Millionen Digital-Receiver verkauft. Dazu kamen rund 1,2 Millionen TVs mit integriertem Receiver. Doch das waren meist Ersatzkäufe von technikinteressierten Kunden. Jetzt müssen diejenigen überzeugt werden, die weder Interesse an noch Ahnung von digitalem Empfang haben. Und hier kommt der Handel zum Zug. Schon seit längerem werden beispielsweise von der AG SAT, ASTRA und der ZVEI Kompetenzkurse angeboten, die den Fachhandel auf den neuesten Technikstand bringen und befähigen sollen, den Bedarf beim Kunden zu ermitteln. Sehr positiv machen sich auch Handelsinitiativen bemerkbar wie etwa von Euronics, die proaktiv auf die Kunden zugehen und ihnen auf der Homepage umfassende Informationen sowie Lösungen bieten.
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Am 30. April 2012 um 3 Uhr wird in Deutschland der analoge TV-Empfang über Satellit abgeschaltet. Millionen Haushalte verfügen noch nicht über einen digitalen Receiver. Das ist gleichermaßen Chance und Herausforderung für den Fachhandel.
Derzeit gibt es fast 17 Millionen Satelliten-Haushalte in Deutschland. Davon empfängt laut Bitkom knapp jeder Fünfte die TV-Signale noch analog, das sind drei Millionen Haushalte. Die gfu geht sogar von fünf Millionen Haushalten (30 Prozent) aus, die noch nicht für den digitalen Empfang ausgerüstet sind. Wer bis zum Stichtag keinen entsprechenden Digital-Receiver für Satelliten-Signale besitzt, sieht nur einen schwarzen TV-Bildschirm.
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