| 3D - Made in Germany |
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| Montag, 25. Juli 2011 um 08:35 Uhr |
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Seit rund zwei Jahren bieten immer mehr Hersteller 3D-fähige TVs, Displays und Notebooks an. Auch wenn der 3D-Hype enorm groß ist, die meisten Anwender stört es doch sehr, dass sie in der Regel nicht ohne eine Shutter- oder Anaglyph-Brille (Rot-Grün-Brille) auskommen. Und erst recht im beruflichen Einsatz bedarf es professioneller Technik - und die bietet die Tridelity AG. Das Unternehmen aus St. Gilgen gehört technologisch weltweit zu den Pionieren auf dem Gebiet der autostereoskopischen 3D-Visualisierung. Diese ermöglichen dank Parallax-Barriere-Verfahren vielen Betrachtern gleichzeitig die Wahrnehmung dreidimensionaler Inhalte ohne Hilfsmittel wie Shutter- oder Anaglyph-Brillen. Erste Praxistests zeigen, dass die Passanten vor den 3D-Monitoren von Tridelity mindestens viermal so lange wie vor herkömmlichen 2D-Screens verweilen. Seit 2008 bietet Tridelity auch 3D-Multi-View-Bildschirme im Portraitformat an. Insbesondere im Bereich der digitalen Werbe- und Informationssysteme (Digital Signage), wie sie in Geschäften, Shopping-Malls, auf Messen oder öffentlichen Plätzen zu finden sind, bietet die neue Technologie völlig neue Anwendungsmöglichkeiten. Das Portraitformat ähnelt dem herkömmlichen Format von Werbeplakaten und ermöglicht somit einen schnellen und einfachen Übergang zur 3D-Technologie in sämtlichen Werbebereichen. Beispielsweise bei der Darstellung von Personen und Mode bietet das Hochformat deutliche Vorteile. Durch den Pop-out-Effekt, welcher dank der Multi-View-Technik auch für vorbeigehende Passanten erhalten bleibt, besitzen die Monitore ein besonders hohes Blickfangpotential. Angeboten werden die neuen Monitore mit Diagonalgrößen von 55 und 65 Zoll.
Das Schwarzwälder Unternehmen konnte bislang vor allem im Ausland einige prestigeträchtige Digital-Signage-Projekte verwirklichen, etwa in der Türkei und Kuwait (Flughafen), in Polen und Ungarn (Kinowerbung) sowie in den USA (Casinos). In Deutschland wurde das 11-Mann-starke Unternehmen mehrfach für seine Innovationskraft ausgezeichnet, Projekte lassen aber noch auf sich warten. Laut Geschäftsführer Michael Russo sei man derzeit jedoch in Verhandlung mit einer Baumarktkette. Für die Aufbereitung der Bildinhalte in 3D arbeitet Tridelity mit verschiedenen Experten Zusammen, man kann bei Tridelity aber auch den kompletten Full-Service bestellen. Beim Vertrieb arbeitet das Unternehmen je nach Markt mit unterschiedlichen Partnern wie etwa Systemintegratoren zusammen. Chancen für den FachhandelDer Bedarf an 3D-fähigen Monitoren steigt in diversen Branchen. Bereits heute ist der Healthcare-Bereich ein äußerst attraktiver Absatzmarkt. Sowohl Kliniken, Forschungslabore und Universitäten setzen vermehrt auf 3D. Hinzu kommen zahlreiche Labore und niedergelassene Ärzte, die neue Technik einsetzen wollen und auf die Beratungs- bis Betreuungs- und Installationskompetenz des Fachhandels angewiesen sind. Und Digital Signage-Displays in 3D eignen sich bestens für Hotels, Restaurants und Messen sowie Ladengeschäfte und ganze Shopping-Malls als Marketingtool mit hoher Aufmerksamkeitswirkung. Tridelity im Überblick![]() Michael Russo, Geschäftsführer der Tridelity AG Tridelity wurde 2006 von Michael Russo, Johannes Sigwart und Marco Lopes gegründet, der Hauptsitz mit Entwicklung und Fertigung liegt in St. Georgen. Das Angebot reicht von 3D-Monitoren mit oder ohne medizinischer Zertifizierung für den Healthcare-Bereich über Digital Signage Produkte (mit und ohne integriertem Computer) und bis hin zu Fernsehern, die 2D-Inhalte in 3D umwandeln können. Im Bereich interaktive 3D-Displays für medizinische Zwecke bietet Tridelity den 26-Zöller MV2600va an, mit entsprechenden Zertifizierung für Operationen, als Lösung für die Darstellung von Ultraschallbilder (in Norwegen) oder auch für die Darstellung im Medizinstudium eingesetzt wird. Der Monitor wird an der Charité in Berlin und an der Universität Köln eingesetzt. Der Multi-View-Fernseher mit Full-HD-Auflösung wird erstmals auf der IFA 2011 vorgestellt. Um die nötige Tiefenwirkung aus dem 2D-Videomaterial herauszuholen, wird das Bild in acht verschiedene Ansichten unterteilt. Der voraussichtliche UVP liegt bei 7.500 Euro. Mit medizinischer Zulassung kostet der 26-Zöller rund 4.200 Euro, ohne etwa 2.800. Der 42-Zoll-Portrait-Monitor soll 5.000 Euro kosten, ein 55-Zöller (Landscape) 9.000 Euro. Der größte Multi-View-Bildschirm von Tridelity hat eine Bilddiagonale von 65 Zoll, sein UVP liegt bei 12.000 Euro.
So funktioniert ein autosteroskopisches 3D-DisplayDie Bildinhalte werden aus 5 leicht zueinander versetzen Positionen aufgenommen. Dadurch sieht jede Ansicht etwas anders aus. Im Beispiel mit dem Haus scheint der Baum vor das Fenster zu »wandern«.
Auf einem speziellen LCD-Display werden alle 5 Ansichten gleichzeitig dargestellt. Die einzelnen Bilder sind dabei nach einem bestimmten Muster ineinander verschachtelt (»multiplext«).
3. Bildtrennung Ein speziell entwickeltes optisches »Barriere-Filter-Element« das in das 3D-Display eingebaut ist, trennt die 5 Einzelbilder wieder voneinander, und sorgt dafür, dass jedes Auge des Betrachters nur ein einzelnes Bild sehen kann. Einen ähnlichen Effekt sieht man, wenn man seine Finger spreizt und abwechselnd mit nur einem Auge hindurch schaut.
Weil das linke Auge immer ein anderes Bild, und somit eine andere Perspektive als das rechte Auge sieht, verarbeitet das menschliche Gehirn die zwei unterschiedlichen Ansichten zu einem räumlichen (dreidimensionalen) Bild. |
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Der medizinische Bereich hat es vorgemacht, das TV macht es nach und bald schon werden auch digitale Werbeträger am POS (Digital Signage) mit dreidimensionaler Darstellung folgen. Nun ermöglicht das Schwarzwälder Unternehmen Tridelity den 3D-Genuss ohne Brille. Focusreseller zeigt auf, wie die Technik funktioniert.
Der Markt für digitale Werbe- und Informationssysteme entwickelt sich rasant. Bereits im Jahr 2015 wird mit Umsätzen in Milliardenhöhe gerechnet. »In fünf Jahren wird der Anteil von 3D-Bildschirmen am Digital-Signage-Markt voraussichtlich bereits bei über zehn Prozent liegen«, berichtet Geschäftsführer Michael Russo. Für diese Entwicklung ist die Technologie der Autostereoskopie unerlässlich. »Brillenbasierte 3D-Bildschirme sind für den Digital-Signage-Bereich nicht einsetzbar, da Passanten auch zukünftig keine speziellen 3D-Brillen tragen werden. Die Produkte der Tridelity GmbH erreichen jedoch sämtliche Passanten und werden somit den Digital-Signage-Markt revolutionieren«, ist sich Russo sicher.

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