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Thursday, 25 February 2010 02:30
Breitband3

Foto: Pixelio

Das Jahr 2010 steht ganz in den Bemühungen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technik (BMWi) und der Industrie, die flächendeckende Breitbandversorgung in Deutschland zu verbessern, denn sie sind eine wichtige Voraussetzung für eine schnelle Rückkehr zu wirtschaftlichem Wachstum.

Logo-BMWiMittlerweile nutzen mehr als 23 Millionen Haushalte (rund 60 Prozent der Haushalte) Breitbandanschlüsse. Den Kunden stehen für den Internetzugang DSL, TV-Kabel oder eine drahtlose Technologie (UMTS, WLAN, Satellit etc.) zur Wahl. Laut Breitbandatlas 2009 besteht für 96,5 Prozent der Haushalte derzeit die Möglichkeit, Zugänge mit mindestens

1 Megabit (Downstream) pro Sekunde zu realisieren. Der Anteil an Haushalten, die über keinen leistungsfähigen Breitband-Internetanschluss verfügen, liegt demnach bei 3,5 Prozent (1,35 Mio. Haushalte). Letztgenannte findet man sehr oft auf dem flachen Land.

Das soll sich bald ändern. Im Rahmen der Breitbandstrategie werden deshalb ehrgeizige Ziele gesetzt:

  • Bis spätestens Ende 2010 sollen flächendeckend leistungsfähige Breitbandanschlüsse verfügbar sein.
  • Bis 2014 sollen für 75 Prozent der Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen.

Die Ziele sind ambitioniert, weiß auch das BMWi. Deshalb sollen Bund, Länder, Kommunen und Wirtschaft gemeinsam an der Umsetzung der Maßnahmen mitwirken. Die Umsetzung fußt auf vier Säulen:

  1. Nutzung von Synergien beim Infrastrukturaufbau durch die Öffnung und Mitnutzung von vorhandenen öffentlichen und privaten Einrichtungen des TK-Sektors und der anderen Infrastrukturbereiche.
  2. Ein Teil der digitalen Dividende (790 bis 862 MHz), die sich durch die Digitalisierung der Fernsehübertragung ergeben hat, soll künftig für die breitbandige Erschließung des ländlichen Raums genutzt werden.
  3. Regulierung hat maßgeblich den Wettbewerb im Telekommunikationsmarkt gefördert und die Grundlage für die guten Marktergebnisse gelegt. Deshalb wird keine kurzfristige Änderung des nationalen Rechtsrahmens vorgeschlagen.
  4. Staatliche Fördermaßnahmen sind grundsätzlich nur dann sinnvoll, wenn der Markt kein angemessenes Angebot zur Verfügung stellt. Für eine kurzfristige Schließung von Lücken in der Fläche und in strukturschwachen Gebieten stehen u.a. Mittel aus den Gemeinschaftsaufgaben (Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes« (BMELV) sowie »Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur« (BMWi) zur Verfügung.
Breitband-und-Gemeinden

Quelle: BMWi

Das Breitbandangebot

Die Gesamtverfügbarkeit von Breitband setzt sich aus folgenden Faktoren zusammen:

  • Verfügbarkeit von T-DSL,
  • durch andere DSL-Anbieter darüber hinaus erschlossene Haushalte und
  • durch alternative Techniken (zum Beispiel UMTS und insbesondere HSDPA) zusätzlich erschlossene Haushalte.

Die Gesamtverfügbarkeit von DSL größer 1 MBit liegt derzeit nach Angaben der DT AG bei 88,44 %.

Somit liegt der Anteil der unterversorgten Bereiche bei etwa 11,5 Prozent. Hier bieten sich Anbieter etwa von DSL auf Richtfunkbasis als interessante Alternative an, die in Kooperation mit dem Fachhandel vor Ort für Breitbandversorgung sowohl von Unternehmen als auch Privatkunden sorgen können. Wie der Fachhandel quasi als Provider fungieren und attraktive neue Geschäftsfelder besetzen kann, lesen Sie in der nächsten Ausgabe des Focusreseller Magazins.