| Finanzierung und der Fachhandel |
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| Wednesday, 26 May 2010 09:00 | |||||||
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Die Teilnehmer der Diskussionsrunde:
Hat die Wirtschaftskrise 2009 die Finanzierungssituation 2010 für den Fachhandel verändert?Sylvia Pylen: Ich bin eigentlich ein sehr optimistischer Mensch, aber 2010 wurde in dem Moment schlimmer für den Handel, als die Banken die Bilanzen aus 2009 bekamen. Bei fast jedem sind da die negativen Auswirkungen der Finanzkrise zu spüren. Es wird dieses Jahr zu Rückschlägen kommen und wir müssen mit unseren Mitgliedern diskutieren, was wir jetzt machen. Joachim Ewald: Wir haben festgestellt, dass Finanzierung ein essentielles Mittel im Handel ist. Unser zweistufiges Finanzierungsmodell (Anbieter und Kunde) hat uns in den letzten Jahren vor den meisten Ausfällen bewahrt, und es hat uns geholfen, nachdem die Warenkreditversicherer ihre Limits massiv zurückgefahren haben, was ich derzeit als größtes Hindernis sehe. Rainer Pietschmann: Wir sehen 2010 und folgend als Jahre der IT-Finanzierung, weil wir überzeugt sind, dass von Kundenseite her Finanzierungsmöglichkeiten stärker nachgefragt werden, weil viele das Thema schon vom Autokauf her kennen. Deshalb müssen sich die Verantwortlichen von Systemhäusern noch stärker mit dem Thema Finanzierung auseinandersetzen als bisher. Und das nicht erst ganz zum Schluss, wenn der Kunde danach fragt, sondern sie müssen von Anfang an das Thema forcieren, wie man es ja schon aus dem Bereich Bürotechnik seit langem kennt und erfolgreich einsetzt. Mark Schröder: Wir vermitteln viel, in dem wir die Hersteller und Distributoren in die Finanzierungskonzepte einbinden und uns durch die Zentralregulierung über unsere Finanzierungspartner und angeschlossenen Warenkreditversicherer bei Engpässen um die Partner kümmern. Da hat es 2009 sicherlich einige Probleme gegeben, die ich aber eher auf der zeitlichen Achse sehe, da einige große Krisen branchenübergreifend das Gefüge verschoben haben und einige Ansprechpartner eine Zeitlang nicht erreichbar waren, um Finanzierungsthemen zu besprechen und umzusetzen. Jörg Brünig: In diesem Jahr sehe ich aufgrund der Zurückhaltung der Warenkreditversicherer, Investitionsgeschäfte zu finanzieren, nachhaltig einen höheren Bedarf an Finanzierung, was auch dem gestiegenen Insolvenzrisiko geschuldet ist, obwohl die Konjunktur wieder ansteigt. Aber das kennen wir ja aus der Vergangenheit, dass nach so einer massiven Delle, wenn die Konjunktur wieder ansteigt, auch das Insolvenzrisiko wieder ansteigt. Und in dieser Phase zeigen sich Warenkreditversicherer besonders spröde bei der Absicherung von Krediten.
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