|
Gartner prognostiziert, dass im Jahr 2012 etwa 60 Prozent der virtuellen Server weniger sicher sein werden, als die Systeme, die sie ersetzen. Gründe dafür: unzureichende Werkzeuge, mangelhafte Prozesse und fehlende Ausbildung. Erst 2015 soll diese Quote auf 30 Prozent fallen.
Eigentlich macht Virtualisierung Sinn, denn nicht jeder Server braucht seine eigene Hardware. Durch die Virtualisierung kann man mehrere Server parallel auf einem physikalischen System betreiben. Das spart Geld für Hardware, Platz und Strom und man kann auch die Administration vereinfachen. Aber hier versteckt sich der Haken, denn beim Zusammenfassen von vier Servern auf einem System kann man keineswegs die Administrationskosten ebenfalls vierteln. Wer es dennoch tut, wird definitiv Schaden erleiden, so die Marktforscher.
Bei der Risikoanalyse legt Gartner seinen Schwerpunkt auf die Infrastruktur zur Virtualisierung. Ein Angreifer könne demnach über Sicherheitslücken in der Virtualisierungssoftware aus einer VM ausbrechen und den Hypervisor oder andere VMs auf demselben Server relativ leicht angreifen. Als weitere Schwachstellen wurden auch organisatorische Probleme geoutet. Dazu gehört unter anderen die Praxis, in der virtuellen Netzwerkinfrastruktur die Überwachungsprozessen im Netz verborgen zuhalten um die Kommunikation zwischen VMs zu erleichtern.
Laut Gartner sei Virtualisierung aber nicht grundsätzlich unsicher, nur die meisten virtualisierten Server würden unsicher eingerichtet. Hier ist also entsprechendes Know-how vom Fachhandel bei der Installation gefragt.
Weitere Informationen unter www.gartner.com. |