Ein historischer Meilenstein E-mail
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Tuesday, 09 February 2010 15:46

Technologieregion Karlsruhe profitiert vom Erfolg im Spitzencluster Wettbewerb

Berlin/Karlsruhe. Karlsruhes IT-Region ist bundesweit top – und die Protagonisten jubeln: „Mit dem Rückenwind der eingeworbenen Fördermittel werden wir nun die Vernetzung der Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Technologieregion Karlsruhe deutlich schneller vorantreiben können“, kommentiert beispielsweise Karlsruhes Wirtschaftsbürgermeisterin Margret Mergen den Erfolg beim bundesweiten Spitzencluster-Wettbewerb.

Meilenstein

BUNDESWEIT TOP: Auch das KIT mit seinen Studierenden hat maßgebend zum Erfolg im Spitzencluster-Wettbewerb beigetragen. Foto: Fabry, Quelle: BNN, 27.01.2010

Der Informatik-Professor Wilfried Juling rühmt das Engagement des KIT, und Martin Hubschneider vom Verein Cyberforum sagt: „Für unsere ganze Region ist diese Auszeichnung zum Spitzencluster ein historischer Meilenstein.“ Das Cyberforum hat für die Region Nordbaden die Bewerbung koordiniert. (Siehe Stichwort „Cluster“.) Bundesforschungsminsterin Annette Schavan (CDU) hat gestern in Berlin die fünf Sieger im Spitzencluster- Wettbewerb bekannt gegeben. Zu den Einzelsiegern zählt auch das „Software-Cluster – Software-Innovationen für das digitale Unternehmen“. Dahinter stehen Teilnehmer aus Karlsruhe, Darmstadt, Kaiserslautern, Saarbrücken und Walldorf. In dem ausgezeichneten Cluster sind die großen deutschen Hersteller von Unternehmenssoftware IDS Scheer, SAP und Software AG sowie über 350 weitere Unternehmen wie 1&1, CAS Software, Ontoprise, IMC, Seeburger, proAlpha Software und intelligent views vertreten. Ihre Kompetenzen in Forschung bringen beispielsweise das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das Forschungszentrum Informatik (FZI) sowie Fraunhofer-Institute ein.

„Schon heute ist die Region als ,Silicon Valley’ Europas bekannt“, teilt das Cyberforum mit. Mit der Entscheidung aus Berlin sehe man die Software-Industrie in Deutschland gestärkt. Aktuelle Studien prognostizierten in dieser High-Tech-Branche bis zum Jahr 2030 rund 430 000 neue Arbeitsplätze. Das „Software-Cluster“ widmet sich Software-Innovationen für das digitale Unternehmen und will neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Nun sollen in sechs Projekten sowohl der Cluster selbst als auch die technologische und methodische Erforschung von Softwarelösungen für digitale Unternehmen vorangetrieben werden.

Die entsprechenden Projekte hätten einen Gesamtumfang von über 80 Millionen Euro. Zudem habe man als Ziel, in den kommenden fünf Jahren im Cluster-Gebiet 5 000 Fachkräfte auszubilden und 30 Firmen zu gründen. „Mit der Förderung durch das Bundesforschungsministerium möchten die Partner Europas größten Software-Cluster zu einem Technologiezentrum von globaler Bedeutung weiterentwickeln“, heißt es weiter. Die fünf Einzelsieger sind neben dem Software-Cluster: „Münchner Biotech Cluster“, „Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg“, „MicroTEC Südwest“ (Freiburg), „Effizienz-Cluster Logistik Ruhr“. Allein vom Bund werden die Netzwerke mit bis zu 200 Millionen Euro gefördert. Der baden-württembergische Forschungsminister Peter Frankenberg (CDU) sprach von einem „Qualitätssiegel Spitzencluster“. ( Im weiteren Sinn bedeutet das Wort Cluster ein branchenübergreifendes, spezialisiertes Netzwerk von Unternehmen und Institutionen wie etwa Hochschulen innerhalb einer Region. Das englische Wort „cluster“ bedeutet ursprünglich Gruppe oder Anhäufung. )

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