Nicht ohne mein Smartphone E-mail
Share
Monday, 12 September 2011 08:00

FORE_Mag_04-2011_Seite_30_Bild_0002Selbst in den Ferien beantworten viele deutsche Arbeitnehmer geschäftliche E-Mails. Dies ergab eine vom Software-Anbieter Symantec in Auftrag gegebene Studie des Marktforschungsunternehmens Emnid. Befragt wurden 1000 Berufstätige in Deutschland.

Rund 23 Prozent der Befragten gaben sogar an, diese Geräte aus beruflichen Gründen im Urlaub bei sich zu führen, damit sie ihre Geschäfts-E-Mails bearbeiten können. Besonders Männer tun sich schwer, den Kopf frei zu bekommen: Knapp ein Drittel (29 Prozent) loggt sich zur Ferienzeit in das Firmen-E-Mail-Konto ein, während dieser Anteil bei Frauen mit 17 Prozent deutlich niedriger liegt. Der Blick aufs Alter verrät, dass vor allem die Jungen vom Job nicht lassen können. Etwa 40 Prozent der 14- bis 29-Jährigen checken ihre E-Mails während des Urlaubs. Die 50- bis 59-Jährigen sehen das mit einem Anteil von 15 Prozent schon deutlich entspannter.

Dieser Fleiß der Deutschen ist alles andere als positiv für die Arbeitgeber: die Angestellten verpassen die wichtige Gelegenheit, Distanz zum Berufsalltag zu schaffen und sich physisch wie mental zu erholen. Zugleich erhöhen sie die Sicherheitsgefahren für ihren Arbeitgeber. Wird ihr mobiles Gerät gestohlen oder geht es verloren, sind auch die lokal gespeicherten E-Mails und Dokumente verschwunden. Der Firma drohen hohe Kosten. In 2010 haben deutsche Firmen durchschnittlich 3,4 Millionen Euro aufbringen müssen, um eine Datenpanne aufzuklären und die möglichen Folgen einzudämmen, wie der Bericht »2010 Annual Study: Cost of a Data Breach« von Symantec zeigt. Der potenzielle Schaden übersteigt den Nutzen, den Mitarbeiter durch ihr Engagement im Urlaub schaffen wollen, um ein Vielfaches.

Empfehlungen für sicheres mobiles Arbeiten

Hier tut sich ein profitables Feld für den Handel auf, wenn er folgende von Symantec empfohlene Maßnahmen in seine Beratung und sein Angebot einfließen lässt, um die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlustes signifikant zu verringern:

  • Vertrauliche Informationen identifizieren, klassifizieren und ihr Sicherheitsrisiko bewerten
  • Mitarbeitern den Sinn und Inhalt interner Sicherheitsregeln und -prozesse regelmäßig erklären und sie zur Einhaltung verpflichten
  • Implementieren von Technologien zu Data Loss Prevention, um die Sicherheitsregeln für wichtige Daten durchzusetzen
  • Laptops und andere mobile Geräte vorab verschlüsseln, um die Folgen eines Geräteverlusts einzudämmen
  • Datenschutz als wichtiges Element in jeden Geschäftsablauf integrieren