Navis: Umsatzbringer für den Handel E-mail
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Thursday, 22 April 2010 10:12
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Becker TrafficAssist Z204

Navigationslösungen auf der Basis des satellitengestützten GPS-Systems zählen zu den wichtigsten Innovationstreibern der Branche für Consumer Electronics, so die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu). Allein den Absatz von mobilen Navigationsgeräten in Deutschland beziffert die gfu auf vier Millionen Stück im Jahr 2009. Hinzu kommt ein rasant wachsender Markt von Geräten aus allen Bereichen der Consumer Electronics, die GPS-Technologien für Navigation und komfortable Geo-Dienste einsetzen.

Marktprognosen gehen davon aus, dass bis Ende 2009 bereits 27 Millionen Menschen weltweit GPS-Navigation auf ihrem Mobiltelefon nutzen, Tendenz rasch steigend. Geotagging, eine weitere Komfort-Funktion auf GPS-Basis, zählt für Digitalkameras und Camcorder zu den besonders begehrten Ausstattungsmerkmalen. Eingebaute GPS-Empfänger markieren dabei Fotos und Videos mit Zusatzdaten zum Aufnahme-Standort. So lassen sich die Bilder später automatisch mit Kartendarstellungen aus dem Internet kombinieren.

Jedem Kunden sein eigenes Navi

Garmin zumo220_frontal_helm klein

Garmin Zumo 220

Die Hersteller von Navigationssoftware differenzieren ihr Angebot immer stärker nach Zielgruppen und Anwendungsszenarien: Wintersportler können sich zu den besten Skipisten lotsen lassen oder Trucker und Wohnmobilfahrer profitieren von Routenempfehlungen, die Größe und Gewicht ihrer Fahrzeuge berücksichtigen. Das erspart Irrwege und hilft somit, den Treibstoffverbrauch zu reduzieren. Und für Motorradfahrer gibt es besonders schöne Routenvorschläge.

Auf Ressourcenschonung zielen auch Navigationslösungen ab, die nicht einfach nur die kürzeste oder schnellste Route empfehlen, sondern zusätzlich das von der Tageszeit abhängige Verkehrsaufkommen ins Kalkül ziehen.

Die jüngste Generation der Navigationsgeräte erhebt sogar den Anspruch, ständig und systematisch verkehrsgerecht zu lotsen und nebenbei auch gleich noch eine umfassende Liste minutenaktueller, ortsbezogener Informationen abzuarbeiten. Dazu kombiniert sie die Funktionen der GPS-Ortung mit dynamischen Zusatzinformationen aus dem Mobilfunknetz.

Die Idee der dynamischen Zielführung ist eigentlich nicht ganz neu: Für eine bewährte Methode, das reale Verkehrsgeschehen in die Routenempfehlungen einzubeziehen, steht das Kürzel TMC (Traffic Message Channel). Gemeint sind Daten-Telegramme, die von UKW-Sendern als unhörbare Begleitinformation zum laufenden Programm ausgestrahlt werden. Zum wirklich staufreien Fahren allerdings hat TCM nie geführt, da das Datenmaterial zu ungenau oder zu alt war.

Die Kombination von GPS und Mobilfunk dagegen erschließt überall verfügbare und stets aktuelle Datenquellen, die in der Fachsprache „Floating Car Data“ heißen. Der rollende Verkehr selbst liefert die Informationen. Dazu dienen neuartige Navigationsgeräte, die über eine eingebaute SIM-Karte und auf Basis von Pauschalverträgen mit Mobilfunk-Gesellschaften Kontakt mit dem Mobilfunknetz aufnehmen. So können sie ständig automatisch ihre Position durchgeben und zu Bewegungsmustern beitragen, aus denen Großrechner ein engmaschiges, differenziertes Gesamtbild des Verkehrsgeschehens ableiten. Das Prinzip ist einfach: Bewegt sich der Verkehr immer langsamer Stossstange an Stossstange, heißt die Schlussfolgerung Stau. Die Rückmeldungen aus den Rechenzentren kommen ebenfalls über das Mobilfunknetz ins Auto. Grundsätzlich gilt: je mehr Verkehrsteilnehmer mit Gerätschaften dieser Art unterwegs sind, desto genauer wird das virtuelle Abbild des Straßenverkehrs. Die mobilen Daten stützen sich deshalb nicht allein auf den Funkverkehr privater Reisender, sondern auch auf Funkinformationen aus Speditions- und Taxiflotten.

Die Mobilfunk-Anbindung taugt natürlich nicht nur für verfeinertes Lotsen, sondern auch für eine Fülle von zusätzlichen ortsbezogenen Informationen. So kann der mobile Datenverkehr zum Beispiel die aktuellen Füllstände der nächstgelegenen Parkhäuser stets exakt angeben oder auch vor mobilen Radarfallen warnen und so zu vernünftiger Fahrweise animieren.

Weitere Informationen unter www.gfu.de.